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K-Jetronic

Wenn es mal nicht läuft…

K-Jetronic – Wenn es mal nicht läuft…

In den 1970er Jahren begann der Siegeszug der kontinuierlichen Einspritzanlagen. Zuerst als K-Jetronic rein mechanisch, in Verbindung mit geregelten Katalysatoren zuerst als getaktete K-Jetronic, später als KE-Jetronic.

Die K-Jetronic senkt die Abgasemissionen wie auch die Verbräuche deutlich. Sie hat aber auch konzeptionelle Nachteile, so ist z.B. die Kombination mit einer scharfen Nockenwelle nur mit deutlichen Einbußen beim Laufverhalten möglich. Weit überwiegend kann man aber nur Gutes von den Anlagen berichten,- wenn sie denn das machen, was sie sollen.

Treten Probleme beim Lauf der Motoren auf, steht schnell der Mengenteiler unter Generalverdacht, bei Motoren mit langen Standzeiten ist dies auch häufig berechtigt. Am Ende der Diagnose überwiegen bei uns aber Probleme mit Falschluft/Nebenluft.
Bisher wurden aber nahezu in jedem Fall mehrere Fehler identifiziert. Die Systeme sind ausnahmslos alt und sehr selten schon einmal konsequent und komplett überholt worden.

Die folgende Reihenfolge der Diagnose bildet unsere Erfahrung zur Häufigkeit der Einzelprobleme ab:

  • Abgaswerte messen
  • Rauchgasprüfung des gesamten Systems zur Falschluftdiagnose
  • Überprüfung der kompletten Luftsteuerung wie Schlauchsystem, Umluftventil, Zusatzluftschieber, Bypassventile
  • Einspritzdüsen auf Spritzbild kontrollieren
  • Alle Benzindrücke prüfen – Vordruck Pumpe, Systemdruck, Steuerdruck, Haltedruck
  • Einzelmengen der Einspritzung über den kompletten Weg der Stauklappe prüfen
  • Warmlaufregeler auf Unterdruck- und Temperatureinfluss prüfen
  • Speziell für US Fahrzeuge mit getakteter K-Jetronic:
    • Grundsätzliche Funktion Taktventil prüfen
    • Pulsbreitensignal zur Ansteuerung Taktventil prüfen
    • Kontakte Drosselklappe 5° und 35° prüfen
    • Temperatursensor 15° C zur Kaltstartanreicherung prüfen
  • Hinweis zu US-Fahrzeugen mit getakteter K-Jetronic: Man kann die Lambdaregelung nicht einfach komplett stilllegen, der Motor läuft dann im Volllastbereich, häufig unbemerkt, zu mager. Es drohen ernsthafte Schäden.

Ergeben sich Differenzen zwischen den Einspritzmengen für die einzelnen Zylinder, ist eine Überholung des Mengenteilers so gut wie unvermeidbar. Der Versuch einer Nachjustierung über die vorhandenen Einstellschrauben endet nahezu immer mit weiteren Problemen.

Wir arbeiten bei den Überholungen mit mehreren, erfahrenen Spezialisten zusammen, die die Mengenteiler komplett revidieren, so dass die ursprünglichen Werksspezifikationen wieder erfüllt werden. Zur Prüfung sollte immer die Kombination aus Warmlaufregler, Mengenteiler und Einspritzdüsen übergeben werden, damit das komplette System im Verbund überprüft und dessen einwandfreie Funktion auf dem Prüfstand dokumentiert werden kann. Sehr vereinzelt kommt es vor, dass Mengenteiler nicht in den Griff zu bekommen sind, in diesem sehr seltenen Einzelfall sollte man einen typgleichen, gebrauchten Mengenteiler erwerben und diesen im Systemverbund überholen lassen.